Herausforderungen Alpenraum

Destinationen, Bergbahnen & Tourismus

Um sich in Zukunft erfolgreich am Markt etablieren zu können und den Herausforderungen der nachhaltigen Destinationsentwicklung gerecht zu werden, braucht es heute einen progressiven Entwicklungsansatz.

Destinationen, Bergbahnbetriebe und Tourismusorganisationen im Alpenraum stehen heute vor elementaren Herausforderungen:

  • heterogene Strukturen
  • saisonale Schwankungen
  • historische Entwicklungen
  • Synchronisierung der Strategie
  • fehlende Verantwortlichkeiten
  • Ressourcen und Know-how

Unterschiedliche Akteure haben diverse Rollen inne, welche in der Regel nicht oder nur teilweise aufeinander abgestimmt sind.

Ausgeprägte saisonale Schwankungen, sowohl Sommer und Winter, aber auch intrasaisonal. Strukturelle Herausforderungen, welche aufgrund bestehender Strukturen nicht angegangen werden können.

Es fehlt oft eine gemeinsame, gelebte Vision und eine stringente Strategie für die Umsetzung, welche von allen Anspruchsgruppen getragen wird. Oder es fehlen die Marketingmittel und das Know-how, um sich im heutigen Markt positionieren zu können.

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Der Weg zur Destination der Zukunft:

Destinationen und Unternehmungen müssen vital und lernfähig sein und stetig die Kunst der graduellen Evolution ausüben. D.h. sie verbessern ihre Produkte, aber auch ihre Prozesse ständig. Essentiell für den zukünftigen Erfolg einer Destination ist jedoch ein ganz wesentlicher Punkt: Politische Gemeinden, Bergbahnen, Hotellerie und weitere Leistungsträger sowie die Destinationsorganisationen verabschieden sich vom partikulären Denken und handeln und verfolgen ein gemeinsames, übergeordnetes Ziel:

Eine Vision teilen und gemeinsam umsetzen!

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Tourismus in Berggebieten – 12 Thesen der Zukunft

Nachfragerückgang, geringe Auslastung von Bergbahnen und Hotellerie sowie Bedrohung durch die mit Tiefpreisen lockenden Destinationen im angrenzenden Ausland. Aber auch die wachsende Beliebtheit von Fern- und Städtereisen sowie langfristige Herausforderungen wie die Klimaerwärmung und der demografische Wandel fordern die touristischen Berggebiete zum Handeln.

1. Kooperationen: Ohne Kooperationen sind die Tourismus-Destinationen im Berggebiet nicht überlebensfähig

2. Preisliche Wettbewerbsfähigkeit: Gleich lange Spiesse steigern die preisliche Wettbewerbsfähigkeit

3. Angebotsgestaltung: Ein ganzjähriges Angebot sichert die touristische Wertschöpfung

4. Digitalisierung: Darf nicht ein Schlagwort bleiben.

5. Mobilität: Der Bergtourismus ist auf eine ausgezeichnete Verkehrserschliessung angewiesen, um die Ansprüche aller Reisenden zu decken – Biker, Hiker und Geniesser sollen auf ihre Kosten kommen.

6. Synergien: Sektorübergreifende Ansätze schaffen eine Win-win-Situation

7. Förderinstrumente: Ein stärkerer Fokus der Förderinstrumente auf Projekte und Angebotsgestaltung ist notwendig

8. Infrastrukturen: Öffentliche Investitionen bedürfen übergeordneter Entwicklungsstrategien

9. Tourismusbewusstsein: Die Bevölkerung kann einen entscheidenden Beitrag an die Tourismusentwicklung leisten

10. Touristischer Arbeitsmarkt / Bildung: Eine bessere Verankerung des Tourismus im Bildungssystem und innovative Beschäftigungsmodelle stärken den touristischen Arbeitsmarkt

11. Nachhaltigkeit: Die Bekenntnis zur Nachhaltigkeit sichert die Zukunft des Bergtourismus. Aber Achtung vor leeren Versprechungen und «Green-Washing»

12. Regulierungen: Der Abbau administrativer Lasten senkt die Kosten der Tourismusunternehmen

(Quelle: STV)

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Andreas Bärtsch
Founder & Partner
Um sich in Zukunft erfolgreich am Markt etablieren zu können, ist neben einer gemeinsame Vision ein Konsens aller Akteure essentiell - und zwar auf allen Ebenen: institutionell, strategisch und operativ - über die zu erreichenden Ziele, respektive den Weg, auf dem diese erreicht werden sollen.