02.05.2023 — Kunst & Kultur

Kulturelle Interventionen als Treibstoff für Innovationen

Kunstvermittlung, Konzerte und Performances inspirieren und unterhalten die Gesellschaft, was von den Menschen als Steigerung der Lebensqualität empfunden wird und in der Verbesserung von Lebensräumen resultiert.

Die kulturelle Intervention ist ein starkes Instrument, um einen Standort gezielt zu positionieren und die gewünschten Werte nach aussen strahlen und wirken zu lassen.
Kulturelle Interventionen verbinden Personen mit gleichen Interessen aus verschiedenen Kulturen und mit unterschiedlichen Hintergründen, fördern die Integration von Neuzuzügern und Gästen und lassen wichtige Kontakte entstehen.

Dafür entwickelt Quant einzigartige Gesamtstrategien, Impulsprogramme und Erlebnisbausteine, welche im Sinne der Standortentwicklung und Standortförderung zielgerichtet eingesetzt werden können.

Unsere Ideen und Lösungen entstehen immer vor dem Hintergrund der vertieften Auseinandersetzung mit lokalen Gegebenheiten; dem Alltag, der Kultur, den Werten und dem Brauchtum des Ortes, an dem ein Projekt realisiert wird.

WEF00783 Beleuchtete Statuen.

Kulturelle Intervention als Treiber der Standortentwicklung

Gezielt eingesetzt verleihen kulturelle Interventionen dem Standort einen einzigartigen Charakter, der differenzierend wirkt und internationale Ausstrahlungskraft haben kann. Standorte mit einem breiten und aufeinander abgestimmten kulturellen Angebot haben eine grosse Anziehungskraft.

Kulturelle Interventionen spielen eine wichtige Rolle in der Kulturvermittlung und machen die Kultur der Öffentlichkeit zugänglich. Gleichzeitig steigern sie die Attraktivität des Standorts für Fachkräfte und Unternehmen und wirken sich somit indirekt aber entscheidend auf die Wertschöpfung des Standorts aus.

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Ivo Haldner
Founder & Partner
Grosse Museen stellen nicht einfach nur historische Objekte aus: Sie tragen dazu bei, die nationale Identität eines Landes in der Gegenwart zu definieren und seine Zukunft zu projizieren.
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Ist «Kultur» grenzenlos?

Wo fängt die «Kultur» an und wo hört sie auf? Woran erkennt man «Kultur»? Sie ist etwas, das sich zwar in (von Gruppen geteilten) kulturellen Normen und Werten niederschlägt, doch gehören ebenso sichtbare wie unsichtbare Dinge zum Kulturbegriff. Daher ist Kultur im Alltag manchmal nicht so leicht zu erkennen. Da «Nicht-Identität» sehr viel einfacher festzustellen ist als Identität, sind es eher die Abweichungen von impliziten Kulturnormen, die – häufig als störend – wahrgenommen werden. Kultur wächst langsam, und entsprechend langsam verändert sie sich, ausser sie wird bewusst gefördert oder mutwillig zerstört. Kultur wird auch dann am ehesten bewusst, wenn man andere Kulturen erlebt und wenn man sich in einer anderen Kultur zurechtfinden muss: Ob in einem fremden Land, einer neuen Organisation oder in privaten Zusammenhängen. «Kultur» weckt immer die Frage nach Zugehörigkeit.

Kultur in Zeiten der wachsenden Globalität

«Kultur» hat also sowohl einen verbindenden als auch trennenden Charakter und prägt die Menschen, die in einer Gemeinschaft aufwachsen. Der Mensch wird aber zunehmend mobiler, die Kommunikation schneller, ob beruflich oder privat bewegen wir uns immer internationaler. Dieser Wandel löst in der Regel Unsicherheiten aus. Gerade die fortschreitende Globalität überfordert das Individuum tendenziell und kann entweder wachsende universale Empathie oder wachsende Ablehnung von universaler Verantwortung und Teilnahme nach sich ziehen. Erfolgreicher Umgang mit fremden Kulturen erfordert interkulturelle Kompetenz. Demografisch lässt sich beobachten, dass jüngere Generationen, die in die globalisierte Welt hineinwachsen, über ein höheres Mass an dieser Kompetenz verfügen.

«Kultur» und «die Künste»

Wenn von «Kultur» die Rede ist, dann wird damit auch allgemein hin die «Hochkultur» gemeint. Kunst, als Sammelbegriff aller «Künste», ist ein bedeutender Teil der Kultur. Musik, Literatur, Film, Theater, bildende Künste… Sie gehören zu den sichtbaren Ausdrucksformen der Kultur und drücken sowohl gemeinschaftliche als auch individuelle Werte und Vorstellungen aus. Die Künste sind selten ein «Fertigprodukt», sondern eher als Prozess zu verstehen. Daher bieten sie sich an, um individuelle und gemeinsame Kulturen zu vermitteln, sich damit auseinanderzusetzen oder darüber zu reflektieren. Kunstschaffende berühren Gefühl und Intellekt und treiben den gesellschaftlichen Wandel voran. Sie können daher dazu verhelfen, Brücken zu schlagen, wo Meinungen und Haltungen unüberbrückbar erscheinen.